Kirchengemeinde Steina

„Klänge halten die Welt zusammen“

Fritz Baltruweit lud in Steina zum Mitsingen ein




Das Evangelische Gesangbuch ist für die Kirche so etwas wie eine Sammlung der Top-Charthits der letzten Jahrhunderte. Fritz Baltruweit ist einer der wenigen noch lebenden Musiker, deren Lieder es in diese Charts geschafft haben, innerhalb der evangelischen Kirche also einer der ganz großen Stars. Am Sonntag war er in der Katharinen-Kirche in Steina zu Gast, doch statt Starallüren begeisterte er mit Liedern zum Mitsingen und ehrlicher Freude über den tollen Chor, der seine Zuhörer für ihn waren.

„Seine Melodien können Gehörgänge gewaltlos erobern“, kündigte Pastor Simon Burger ihn mit einem Zitat der FAZ an, „Einige haben sich von den Kirchentagen über die Jugendfreizeiten bis in die Gottesdienste und damit in die Frömmigkeit der gesamten Kirche vorgearbeitet. Der Mann, der Menschen exakt so freundlich, arglos und offen gegenübertritt, wie es seine Lieder tun, hat die Reduktion zum Prinzip gemacht – bei der Melodie, beim Text, bei der Theologie. Basal soll es sein, nicht banal. Einfachheit ist ihm darum Tugend und Klarheit das Ziel.“ Was genau mit dieser treffenden Beschreibung gemeint ist, fanden die Gäste in der voll besetzten Kirche in zwei kurzweiligen, doch nachklingenden Stunden heraus.

Viele von Baltruweits Liedern sind bekannt, sogar diejenigen, die seltener in die Kirche gehen, haben sie irgendwo schon einmal gehört. „Gott gab uns Atem, damit wir leben. Er gab uns Augen, dass wir uns sehn. Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.“ Diese Zeilen konnte fast jeder auch ohne Blick auf den Liederzettel mitsingen. Der Text ist klar, die Melodie eingängig, der Song hat also alles, was ein Hit braucht.

Ein Leben ohne Musik wäre für ihn nur ein halbes, sagte Baltruweit. Sie bringe Sonne in sein Leben, ebenso möge er aber auch die Regenmelodien, weil alle gemeinsam das Leben erst bunt machen. Auf den ersten Blick mag das naiv und arglos klingen, auf den zweiten wiederum so einleuchtend, dass die Frage aufkommen mag, warum wir so vieles auf der Welt unnötig kompliziert machen. „Wo ein Mensch Vertrauen gibt, nicht nur an sich selber denkt, fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.“

Diese Lieder klingen bei Fritz Baltruweit glaubwürdig und ehrlich. Dank der Begleitung von Konstanze Kuß an der Harfe und der Flöte sowie Valentin Brand am Keyboard und nicht zuletzt der besonderen Akustik der Kirche klangen sie zudem wohltuend und aufbauend. Die Musiker lieben das, was sie tun, und sie leben diesen geradezu kindlichen Glauben, der in einfachen Versen großes Vertrauen in Gott ausdrückt.

Auch ernsten Themen widmet sich der Liedermacher und Pastor. Beispielsweise erzählte er von einer Mutter, die ihr Kind bei einem Unfall verloren hatte. Zunächst wollte sie von Gott nichts wissen, schließlich habe er dieses Leid nicht verhindert. Später jedoch habe sie in der Musik Trost gefunden, weil es manchmal eben die einfachen Botschaften sind, die Gefühle auf den Punkt bringen. „In deiner Nähe habe ich den Himmel erblickt; du bist ein Engel, von Gott geschickt.“

Musik gibt Kraft, sie inspiriert und sie heilt, gab Baltruweit seinen Zuhörern mit auf den Weg, „Klänge halten die Welt zusammen.“ Manchmal braucht es eben niemanden, der als Star angehimmelt wird, sondern einfach einen, der zum Mitsingen einlädt. „Wohin der Wind dich weht, wohin die Reise geht: Nimm mit, was dich bewegt. Bewahre, was dich trägt: Das Rauschen der Wellen, die Stille der Erde, das Leuchten aller Sterne und das Wehen des Windes, der dich trägt“, klang es nach Einbruch der Dämmerung aus vielen Kehlen aus der Steinaer Kirche, „Gottes Segen sei mit dir und mit denen, die du liebhast, mit allen Menschen."

 

Christian Dolle, Öffentlichkeitsbeauftragter Kirchenkreis Harzer Land


Jugendgottesdienst in Bad Sachsa zum Thema - 7 Wochen ohne



Beim Jugendgottesdienst in Bad Sachsa am 13. März hieß es - 7 Wochen ohne, worauf verzichtest du und warum? Der Jugendgottesdienst der fast komplett von den Jugendlichen selber erarbeitet und gestaltet wurde, wurde musikalisch von der Jugendband Rocking Church begleitet.




Bananenkuchen, Papierschiffchen und Cha Cha Cha

Mehr als 40 Kinder und Jugendliche feierten gemeinsam den Kinderweltgebetstag




Mit einem fröhlichen „Buenos dias“ wird heute an diesem grauen Märztag jeder Gast der St. Petri-Kirche in Barbis begrüßt. Und es sind mehr als 40 Kinder und Jugendliche aus Barbis, Bartolfelde, Osterhagen, Steina und Bad Sachsa – und noch dazu aus Günzerode und Bad Lauterberg – zu diesem besonderen Gottesdienst gekommen. Denn heute wird gemeinsam der Weltgebetstag für Kinder gefeiert. „Wir fahren mit dem Schiff nach Kuba!“, heißt es da. Natürlich nur in Gedanken. Doch wo liegt Kuba überhaupt? „In der Karibik?“, fragt ein kleiner Junge vorsichtig. „Richtig! Und wo genau?“ Auch hier folgt schnell die Antwort: „Mittelamerika.“ Plötzlich erklingt Vogelgezwitscher in der Winterkirche. „Das ist ein Tocororo, der Nationalvogel Kubas. Auch er hat, wie die Flagge Kubas, drei Farben. Nämlich…?“ Keine schwierige Antwort für die Kinder: „Blau, weiß, rot“, sagen alle im Chor. Wie es zu einem richtigen Kinder-Gottesdienst gehört, wird auch heute zuerst eine Kerze entzündet und gemeinsam ein Lied gesungen. Dann ertönt Musik, jedes Kind bekommt eine Rassel in die Hand gedrückt und alle tanzen ausgelassen im Kreis. Nach einem spanischen Lied über ein Papierschiffchen werden gemeinsam Blumen und Schiffe gebastelt. Und noch etwas Landeskunde darf es heute auch gerne noch sein. Anhand einer Präsentation lernen die Kinder, dass die Familie auf Kuba sehr wichtig ist und alle zusammenhalten, dass alle Kinder das Recht auf Schulbildung haben, dass viel draußen gespielt wird – keine Computer- und Handyspiele – und dass der Glaube für die Menschen von großer Bedeutung ist. Neben dem Feiern und tanzen, das als nächstes auf dem Programm steht. Ein rasanter Cha Cha Cha – und die Kirche wird im Nu zur Tanzfläche. Da Bewegung bekanntlich hungrig macht, sind alle Kinder in der Pause zum kubanischen Büfett eingeladen: Mit Bananenkuchen, Pfirsichbowle und ganz viel Obst. Doch vor dem Essen wird natürlich gebetet.

Wer diesen besonderen Kinderweltgebetstag verpasst hat – nicht traurig sein. Im verbundenen Pfarramt BOBS (Barbis, Osterhagen, Bartolfelde und Steina) findet monatlich Kinderkirche statt, das gleiche gilt für Bad Sachsa. Und auch viele andere Gemeinden im Kirchenkreis Harzer Land bieten Kinderkirchen-Termine und spezielle Kindergottesdienste an.

Mareike Koch, Öffentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises Harzer Land


Weltgebetstag 2016 in Steina

„Nehmt Kinder auf und Ihr nehmt mich auf“ war der begleitende Vers aus der Bibel für den diesjährigen Weltgebetstag. Dem Weltgebetstag- Team Steina gelang es hierbei vergangenen Freitag ein bisschen Kuba, das diesjährige Land des Weltgebetstag, nach Steina zu bringen. Im Gottesdienst standen die Gebete, Sorgen, Gedanken und Perspektiven der kubanischen Frauen und der verbindende Glaube an Gott im Vordergrund. Mehr als 60 Gottesdienstbesucher kamen zu dem ehrenamtlich organisierten Gottesdienst und ließen sich so Kuba ein bisschen näher bringen. Begleitet wurde der Gottesdienst vom niederländischen Organisten Carel Schulz. Im Anschluss daran wurde zu Speisen und Getränken in den Römerstein eingeladen. Der Frauenkreis Steina begeisterte die Besucher mit diversen kubanischen Köstlichkeiten und lud so auch zum anschließenden Gespräch ein.  Ein rundum gelungener Abend in Steina. Im kommenden Jahr wird der Weltgebetstag in Barbis stattfinden, im Vordergrund stehen dann die Philippinen.